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Projekte2018-04-09T13:10:36+00:00
FanTALES
Stark ins Leben
Going Green
White Horse Theatre

FanTALES (interactive fiction)

FanTALES supports the teaching of multilingual interactive fan stories for a more inclusive world.

Language, and especially creative genres such as fiction, can help foster empathy and understanding of context and culture – crucial for 21st century skills in a plurilingual and pluricultural world.

The project leverages practices from fan fiction (a form of creative writing that transforms popular media in some way), interactive fiction (a form of non-linear narrative that verges on the world of gaming) and multilingualism to deliver technology-mediated storytelling tasks to the European language classroom and beyond. Teacher trainers, researchers and teachers from Belgium, Sweden and Germany develop, evaluate and disseminate these materials with a view to creating impact on language learning in secondary schools, particularly in terms of modernizing the teaching of literature and of other creative forms of linguistic and cultural expression; on the new media literacy of adolescents, adults, and teachers; on the attractiveness of teacher education for languages and the profession of language teaching more generally; and on the promotion of intercultural dialogue in a multilingual context.

The project started in October 2017 and will end in May 2020.

Contact our teachers Stefanie May or Mark Turpin for more information.

Stark in die Oberstufe – Stark ins Leben

Seit diesem Schuljahr ist die Georg-Forster-Gesamtschule Teil des Projekts ‚Stark ins Leben‘. In diesem mehrphasigen Projekt wurden bereits im letzten Schuljahr mehrere Kollegen und Kolleginnen geschult, um jetzt, im zweiten Teil, mit dem neuen 11er Jahrgang das Projekt durchzuführen. Daran schließen sich in den nächsten Monaten Workshops an, die vom Bildungsministerium durchgeführt werden und verschiedene thematische Bereiche, vom freien Sprechen, Präsentieren, Stress- und Zeitmanagement und vieles mehr abdecken.

Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler für ihren Weg in der Oberstufe – und im weiteren Leben – vorzubereiten. Daher fuhren rund 80 Schülerinnen und Schüler mit ihren vier Tutoren, Herr Ellenberger, Frau Merker, Frau Mohr und Frau Reuter, sowie den beiden Projektmediatoren Frau Fliegel und Frau Stähler, bereits am zweiten und dritten Schultag nach den Sommerferien in die Jugendherberge nach Oberwesel.

Am ersten Tag standen vor allem Kennenlern- und Kooperationsübungen auf dem Plan. Neben einfachen Dingen, wie das Kennenlernen der Namen, mussten auch Spinnennetze überwunden werden, Kursmotti gefunden werden und geheime Codes gemeinsam geknackt werden.

Am zweiten Tag ging es vor allem um die eigene Persönlichkeit. Welche Stärke, welche Schwächen habe ich, wer gibt mir Halt, auf welche Dinge bin ich stolz in meinem Leben? Das alles waren Fragen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler auseinandersetzten. Mit dieser Basis ausgerüstet können die Schüler nun an den oben genannten Workshops des Ministerium teilnehmen. Und das Schöne: Da das Projekt gesponsert wird, ist die Fahrt für alle Schülerinnen und Schüler kostenlos.

Ansprechpartnerin für das Projekt ist die MSS-Leiterin Diana Weber

GFG Going Green? – Umweltprojekt der amerikanischen Botschaft startet an der GFG

Windparks, Solarenergie, Recycling, ökologische Tierhaltung, Biodiversität – Themen, die man sicher nicht als Erstes mit den Vereinigten Staaten von Amerika in Verbindung bringt. Gerade die jüngsten Beschlüsse des Präsidenten bezüglich des Pariser Abkommens lassen die USA in Bezug auf umweltfreundliche Verhaltensweisen in einem nicht eben vorteilhaften Licht erscheinen. Umso mehr mag es verwundern, dass auf einer Fortbildungsveranstaltung der Atlantischen Akademie ein Projekt beworben wird, das sich mit eben diesen Themen beschäftigt und eine ganz andere Seite der heutzutage oft als rücksichtslos bezeichneten Amerikaner in den Mittelpunkt stellt. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass mittlerweile rund 10% des nationalen Energiebedarfs der USA aus erneuerbaren Energien stammen, und dass ausgerechnet der Ölstaat Texas mit 37% den größten Anteil dieser Energien liefert? Zum Vergleich: Deutschland, das sich als Vorreiter der Ökobewegung versteht, stillte 2016 nicht mehr als 31,5% seines nationalen Energiebedarfs mittels erneuerbarer Energien. Einzelne amerikanische Städte erreichen oder übertreffen diesen Wert bereits, z.B. Portland, Oregon mit 33%. Während also der Präsident gerade die seit „Deepwater Horizon“ verschärften Sicherheitsauflagen für die Ölförderung im Golf von Mexico wieder lockert, findet in weiten Teilen Amerikas ein Umdenken statt, das in unseren Breiten wenig Beachtung findet.

Das Projekt „Going Green“, das aus einer Zusammenarbeit der amerikanischen Botschaft unter anderem mit der Atlantischen Akademie und der Friedrich-Ebert-Stiftung entstanden ist, existiert mittlerweile seit vier Jahren und wurde 2017 zum ersten Mal an der GFG in einem Leistungskurs Englisch der Jahrgangsstufe 13 getestet. Das Ziel der Zusammenarbeit ist es, neben einem besseren Verständnis der amerikanischen Kultur und Lebensweise, internationale Partnerschaften zu knüpfen und Vorurteile abzubauen – natürlich nicht ohne einiges über globale Erwärmung und Umweltschutz im Allgemeinen zu lernen.

Eine Besonderheit des Projekts ist die Gestaltung als Moodle-Kurs, die es erlaubt, die gewohnte Unterrichtssituation abzuwandeln und die Schülerinnen und Schüler weitgehend autonom anhand passgenauer online-Arbeitsaufträge arbeiten zu lassen. Ein Großteil der Kommunikation findet innerhalb von Internetforen statt, was mitunter überraschende Resultate zeitigt und vor allem auch stillere Vertreter zu aktiverer Mitarbeit veranlassen kann. Zwar ließen sich die Aufgaben auch auf Papier erledigen, jedoch ermöglichte es die gute Medienausstattung unserer Schule, das Projekt vollständig so durchzuführen, wie es gedacht ist. Und so verbrachte der Kurs die letzten vier Wochen vor Weihnachten damit, anhand von Videos, Zeitungsartikeln, Online-Umfragen und interaktiven Inhalten, sich in Kleingruppen je eines von vier Themengebieten zu erarbeiten und es dem Rest des Kurses anhand von Plakaten und Foreneinträgen anschaulich zu präsentieren und zu diskutieren.

Normalerweise schließt „Going Green“ mit einem individuellen Kursprojekt, das gemeinsam eine Veränderung der Gegebenheiten der betreffenden Schule oder auch Gemeinde anstrebt. Dies soll aus der Motivation der Schülerinnen und Schüler heraus entstehen und kann ganz unterschiedliche Formen annehmen – etwa die Beantragung eines Fahrradwegs bei der Verbandsgemeinde oder auch die Abschaffung von Plastikverpackungen am Schulkiosk. Da sich der Jahrgang 13 aber anschließend in die heiße Phase der Abiturvorbereitung begeben sollte, wurde das Projekt auf andere Weise beendet:

In der letzten Stunde vor den Ferien wurde „Going Green“ durch den Besuch von Beth Martial abgerundet, die im Rahmen des MeetUS-Programms der amerikanischen Botschaft Schulen besucht, zu unterschiedlichen Themen Vorträge hält und den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Vorstellungen und Denkweisen der Amerikaner ermöglicht. Hier konnten unsere 13er ihre Fragen zu den unterschiedlichsten Themen loswerden, die im Laufe der Projektarbeit entstanden waren und hatten anschließend Gelegenheit, auch auf persönlicher Ebene mit Mrs. Martial ins Gespräch zu kommen, was den Kurs spontan dazu

bewegte, ein privates Treffen in Mainz zu organisieren, um ihrer Familie die kulturellen Besonderheiten unserer Region ein wenig näherzubringen und ihre Familie kennenzulernen. „Going Green“ wurde auf der letzten Fachkonferenz Englisch dem Kollegium vorgestellt und

wird voraussichtlich in Zukunft von mehreren Kolleginnen und Kollegen an der GFG durchgeführt werden. Rückmeldungen von Schülerseite waren durchweg positiv und auch die Kolleginnen und Kollegen zeigten sich sehr interessiert. Die Gestaltung des Projekts erlaubt einen flexiblen Einsatz in unterschiedlichen Jahrgangsstufen sowie eine Verzahnung mit den MINT-Fächern und könnte auf lange Sicht auch im Rahmen von Schüleraktionen in unseren schulischen Alltag Einzug halten – schließlich sind wir Modellschule für Demokratie und Partizipation. Wer weiß, welche Ideen zur Veränderung unseren Schülerinnen und Schülern in Zukunft einfallen werden?

(Text: Thomas Kreuz)

Shakespeare ab Klasse 6? White Horse Theatre zu Gast an der GFG

Traditionell begrüßt die GFG einmal jährlich das White Horse Theatre, Europas größtes fahrendes Schultheater. Schauspieler aus Großbritannien verbringen bei dieser Truppe ein Jahr oder mehr in Deutschland, um Bühnenerfahrung zu sammeln und das Land kennenzulernen. Dieses Jahr hatte das Ensemble bestehend aus Erin-Mae Cecilia, Elizabeth Rigby, Alexander Gordon und Daniel Patch wieder zwei Stücke aus der Feder von Michael Dray im Gepäck, mit denen es unsere Klassen 6-9 begeisterte.

Für die Mittelstufe wurde das Stück Neighbours with Long Teeth aufgeführt, dessen Name bereits die Thematik verrät. Auch Jahre nach den Erfolgen der Twilight-Reihe erfreuen sich Vampirgeschichten großer Beliebtheit. Jedoch handelt das Stück nur vordergründig von Blutdurst und Fledermäusen – Themen wie Vorurteile, Rassismus, Konflikte zwischen Jugendlichen und ihren Eltern sowie die Zugehörigkeit zu einer Dorfgemeinschaft sind die eigentlichen Inhalte dieses Stücks, das von den Schauspielern nach allen Regeln der Kunst „unters Volk gebracht“ wurde.

Ähnlich begeistert wie die achten und neunten Klassen waren auch unsere 6er und 7er. Mit A Pinch of Salt wurde ihnen die berührende Geschichte einer Prinzessin vorgespielt, die, von ihrem Vater verstoßen, dazu gezwungen ist, sich in ärmlichen Verhältnissen durchs Leben zu schlagen, bis sie letztlich wieder mit ihm vereint wird. Auch in dieser Vorstellung zogen die Darsteller alle Register. Direkte Ansprachen an die Zuschauer, häufige Abstecher ins Publikum sowie die Integration einiger Schüler in die Handlung, neben und auf der Bühne machten unseren Kleinen eines Gewiss: Theater ist mit Sicherheit nicht langweilig. Die Information, dass der Inhalt des Stücks auf Shakespeares King Lear beruht, verunsicherte die Kinder jedenfalls nur so lange, bis die Vorstellung begann und das White Horse Theatre einmal mehr zeigte, wie Theaterpädagogik funktioniert.

(Text: Thomas Kreuz)