Wien ist nicht nur für seine geschichtsträchtigen Bauten bekannt, sondern geht auch bei den großen Zukunftsthemen unserer Zeit voran. Ende Mai machte sich eine bunt gemischte Gruppe von 17 Schülerinnen und Schülern unserer Schule – quer durch alle Altersklassen von der 5. bis zur 12. Jahrgangsstufe – im Rahmen eines ERASMUS+-Projekts auf den Weg nach Österreich. Unter den Leitthemen Nachhaltigkeit und Inklusion erwartete uns ein abwechslungsreiches Programm, das Theorie und Praxis perfekt miteinander verknüpfte und den Zusammenhalt über alle Jahrgänge hinweg stärkte.
Sonntag, 24.05. – Nachhaltiger Start: Die Anreise
Umweltbewusstsein fängt schon bei der Reiseplanung an! Ganz im Sinne unseres Projektfokus „Nachhaltigkeit“ verzichteten wir auf das Flugzeug und wählten die klimafreundliche Alternative: die Bahn. Um 07:40 Uhr startete unser ICE 1221 in Mainz und brachte uns ohne Umstieg und völlig entspannt um 15:47 Uhr direkt nach Wien. Nach dem Check-in im Hotel nutzten wir den Abend, um gemeinsam erste Eindrücke der Stadt zu sammeln.
Montag, 25.05. – Grüne Visionen und imperiale Geschichte
Der erste Programmtag stand ganz im Zeichen von ökologischer Stadtgestaltung.
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Workshop „Hundertwasser. Ideas for Future“: Im berühmten Hundertwasser Haus beschäftigten wir uns mit den visionären Ideen des Künstlers Friedensreich Hundertwasser, der schon vor 50 Jahren begrünte Dächer, Müllvermeidung und nachhaltige Wasserkreisläufe forderte. Im Ökologie-Workshop wurden wir selbst kreativ: Wir diskutierten über Upcycling und entwarfen eigene Demoschilder für den Klimaschutz in Städten.
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Stadtführung „Highlights von Wien“: Am Nachmittag lernten wir die historischen Seiten der Hauptstadt kennen. Bei einem Rundgang entdeckten wir bedeutende Plätze wie die Hofburg (die Winterresidenz der Habsburger), den Graben mit der berühmten Pestsäule und das Viertel rund um den Stephansdom.
Dienstag, 26.05. – Globale Nachhaltigkeitsziele und gelebte Inklusion
Dieser Tag bot uns zwei völlig unterschiedliche, aber gleichermaßen tiefgründige Perspektiven auf das soziale und ökologische Miteinander.
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SDG-Tour im Vienna International Centre (VIC): Bei den Vereinten Nationen (UNO) in Wien drehte sich alles um die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). In einer interaktiven Führung lernten wir, wie die Weltgemeinschaft bis 2030 Armut beenden, den Klimawandel bekämpfen und für die Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen sorgen möchte.
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Perspektivenwechsel bei „Dialog im Dunkeln“: Am Nachmittag stand das Thema Inklusion im absoluten Mittelpunkt. Bei dieser einzigartigen Ausstellung gibt es nichts zu sehen – man betritt in Kleingruppen völlig abgedunkelte Räume. Geführt von blinden und sehbehinderten Guides erlebten wir Alltagssituationen nur durch Hören, Riechen, Tasten und Schmecken. Eine intensive Erfahrung, die bei uns allen für ein tiefes Verständnis von Barrierefreiheit und Inklusion gesorgt hat.
Mittwoch, 27.05. – Lebensraum Fluss, Umwelträtsel und Wiener Tradition
Der Mittwoch führte uns zu den grünen Oasen und modernen Umweltprojekten der Stadt.
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Wien Museum – „Die Donauinsel“: Bei einer Dialogführung durch die Sonderausstellung erfuhren wir, wie die 21 Kilometer lange Donauinsel zu einem einzigartigen Natur-, Hochwasser- und Erholungsraum für die Wiener Bevölkerung wurde – ein tolles Beispiel für nachhaltige Stadtplanung.
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House of Mist (Deponie Rautenweg): Actionreich wurde es bei den Rätselräumen im „House of Mist“. In Teams mussten wir innerhalb von 10 bis 15 Minuten Codes knacken und Aufgaben zu umweltrelevanten Themen lösen. Hier waren Teamarbeit über alle Jahrgangsstufen hinweg, gute Kommunikation und Umweltwissen gefragt!
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Wiener Prater: Zum Abschluss des Tages durfte ein Besuch des legendären Praters (seit 1766 bestehend) nicht fehlen. Während die einen die Fahrgeschäfte ausprobierten, genossen andere einfach die weitläufige Natur und die frische Luft im angeschlossenen Park.
Donnerstag, 28.05. – Rückreise mit vielen neuen Impulsen
Nach vier intensiven Tagen hieß es Abschied nehmen. Um 10:13 Uhr traten wir vom Wiener Hauptbahnhof mit dem ICE 1224 die Heimreise an. Am Abend erreichten wir Frankfurt (Main) Hbf, von wo aus es zurück nach Mainz ging.
Fazit: Die ERASMUS+-Woche hat uns gezeigt, wie eng Nachhaltigkeit und soziale Inklusion miteinander verknüpft sind und wie toll eine Gruppe aus ganz unterschiedlichen Altersstufen zusammenarbeiten kann. Wir kehren mit vielen neuen Ideen, geschärften Sinnen und einer Menge Inspiration für unseren eigenen Schulalltag zurück!



















